Bologna-Prozess und die neuen Studiengänge am FASKMit der gemeinsamen Erklärung der europäischen Bildungsminister 1999 in Bologna (Bologna-Prozess) sollen die Grundbedingungen zur Schaffung eines europäischen Hochschulraumes und eine damit verbundene optimale Nutzung des vorhandenen Wissenspotentials durch die Einführung eines gestuften Studiensystems aus Bachelor (BA)- und Master (MA)-Studiengängen mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen geschaffen werden (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2007: 1)
Im Rahmen der umfassenden Hochschulreform zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses werden deshalb seit dem WS 2006/2007 auch am FTSK der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim neue BA- und MA-Studiengänge angeboten. Ihr Ziel ist es, ein Studienangebot zu schaffen, das von Studienanfängern, Studierenden und bereits Berufstätigen flexibel entsprechend der jeweiligen Qualifikationsbedürfnisse genutzt werden kann.
Die Studieninhalte der zweistufigen BA-/MA-Studiengänge an europäischen Universitäten werden modularisiert und die Bewertungskriterien für erbrachte Studienleistungen an das europäische Leistungspunktesystem in Anlehnung an das European Credit Transfer System (ECTS-Modell) angepasst (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2007: 2-4). So werden die an ausländischen Hochschulen erbrachten Studienleistungen besser vergleichbar und deshalb leichter von den heimischen Universitäten anerkannt und Studierende zu einem Auslandsaufenthalt während des Studiums motiviert.
Um ein Modul erfolgreich zu absolvieren und das Studium fortsetzen bzw. abschließen zu können, müssen regelmäßige Leistungsnachweise in Form von schriftlichen und mündlichen Prüfungen, Klausuren, Hausarbeiten etc. erbracht bzw. eine Modulprüfung am Ende jeden Moduls bestanden werden, für die die Studierenden Leistungspunkte erhalten. Das Erreichen einer vorgegebenen Leistungspunktzahl dient als quantitativer Parameter für die bis zum erfolgreichen Abschluss des Studiums vom Studierenden zu erbringende Gesamtleistung (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2007: 4).
Ein weiteres Ziel der neuen Studiengangsstruktur und eine Forderung von Bologna ist die Unterstützung und Anleitung der Studierenden zu selbstständigem Lernen. Damit soll der angestrebte Paradigmenwechsel vom „teaching“ zum „learning“, also „weg von der bisher normalen Input-Orientierung“ (Hennecke 27.10.2006: 4) erreicht und der durch die engeren Studienvorgaben erwarteten Verschulungstendenz der neuen Studiengänge entgegengewirkt werden (FASK, 2007: L 3.3: 3)
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Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 20. October 2009 )
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